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Umweltfragen waren und sind zu Recht ein hochrangiges Thema bei der Zellstoff-, Papier- und Kartonindustrie. In den Anfängen der Papierindustrie waren die technologischen Möglichkeiten beschränkt, den durch die Aufschlüsselung des Holzes und der Verarbeitung von Faserstoffen entstehenden Emissionen Einhalt zu gebieten. Die Kreisläufe konnten damals nicht geschlossen werden und es fehlten die Technologien um Prozessabfallprodukte weiterzubearbeiten und daraus Sekundärprodukte herzustellen. Diese Industrie konnte man damals förmlich riechen und sehen.

 

Heute ist das ganz anders. Zumindest bei den entwickelten Anlagen, die nach dem Stand der neusten verfügbaren Techniken betrieben werden.

 

Die Trendwende hin zur nachhaltigen Industrie wurde vor über 30 Jahren eingeleitet mit der Entwicklung neuer Technologien zur Abwasserreinigung. Nebst mechanischer Aufbereitung wurde die chemische Stufe und dann die biologische Reinigungstufe eingeführt. Heute sind die meisten Anlagen so weit, dass das Wasser an machen Orten sauberer in den Nachfluter eingeleitet wird, als das Wasser, das beim Vorfluter aus dem natürlichen Gewässer bezogen wird. Die Schlämme werden getrocknet und verbrannt.

 

Dann kamen die Bemühungen um die Minderung der Luftemissionen durch neue Heizungsanlagen. Alternativbrennstoffe wurden eingesetzt, Filteranlagen eingebaut, Fernwärme bezogen etc. Holz - und zwar in seiner frischen Form als auch als Altholz - ist ja geradezu ein idealer natürlicher und nachwachsender Rohstoff. Durch Einsatz von Teilen des Holzes kann die darin enthaltene Energie genutzt werden, in erster Stufe in Dampfturbinen Elektrizität herzustellen und in zweiter Stufe den Dampf als Prozessdampf in der Papierherstellung zu verwenden. Hat ein durchschnittliches Atomkraftwerk einen Wirkungsgrad von 40-50%, so hat diese Art von Energienutzung einen Wirkungsgrad von 85 - 90%.

 

Parallel führte die technologische Entwicklung zur Schliessung von Kreisläufen im Prozess. Dadurch konnte der Verbrauch an Prozesswasser stark gesenkt werden. Weitere Fortschritte wurden gemacht bei der Rückgewinnung von Energie über die verschiedenen Prozessstufen.

 

Dann hat sich die Industrie zu ganz wesentlichen Teilen zu einer Entsorgungsindustrie gewandelt. Altpapier ist zum wichtigsten Rohstoff geworden. Damit wird ein weiterer Beitrag zur Schliessung des weitdefinierten Kreislaufes geleistet. Aus Papier wird wieder Papier, aus Karton wieder Karton. Ein wichtiges Thema ist somit, wie die Entsorgungsfunktion optimiert wird.

 

So gut Altpapier auch ist, ohne Frischfasern wird es nie gehen. Solange unsere Kulturleistungen auf der Festhaltung, Verbreitung und Aufbewahrung von Papierträgern basieren wird, wird es diesen Bedarf nach Holz, Linters und anderen Faserstoffen geben. Wichtig ist somit die Frage, aus welchen Quellen diese Fasern kommen und ob wir sie nachhaltig bewirtschaften um auch künftigen Generationen das überlassen zu können, was uns zu Gebote stand.

 

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