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Entsorgungsmarkt

Der Entsorgungsmarkt ist je länger je mehr ein ganz normaler Markt, so wie der Versorgungsmarkt auch. Wenn der sogenannte Abfall gar kein Abfall mehr ist, sondern als Rohstoff für neue Produkte verwendet werden kann, dann hat sich nicht nur der Kreislauf der Stoffe geschlossen, sondern es bildet sich auch ökonomisch ein Markt mit funktionierendem Angebot und Nachfrage. Das sollte übrigens auch bei jeder Politiksteuerung, die es zu gewissen Zeiten braucht um etwas Neues in Gang zu setzen, das Ziel sein. Jede Regulierung, die es anfänglich zur Förderung, Verhaltensänderung und Lenkung braucht, sollte als Ziel die Schaffung eines funktionierenden Marktes haben; und die politischen Steuerungsorgane sollten auch gleich darauf bedacht sein, die Regulierungen wieder abzuschaffen oder im Mindesten auf das Notwendigste zu reduzieren, wenn es sie nicht mehr braucht und die neu geschaffenen Entsorgungsmärkte zu Selbstläufern werden.

 

Das eigentlich Problem beim Abfall ist ja, dass ihn keiner will und die Gefahr gross ist, dass man den Abfall unsachgemäss entsorgt, das heisst wegschmeisst, vergräbt, versteckt etc. Nur ist das natürlich zu kurz gedacht, denn alles, was man wegschmeisst, kommt früher oder später wieder ans Licht und schafft Probleme.

 

Altpapier ist ein klassiches Erfolgsbeispiel eines geschlossenen Stoffkreislaufes, wo auch die Entsorgung mehr und mehr auf reinen Marktmechanismen basieren kann (sh. Altpapierentsorgung). Voraussetzung dazu ist, dass die Hierarchie der Entsorgungswege richtig festgesetzt wird. Die allgemeine Hierarchie (je nach Stoff sind selbstverständlich andere Schwerpunkte möglich) lautet:

 

1. Vermeiden

2. Wiedergebrauch

3. Stoffliche Verwertung (=Recycling)

4. Verbrennen

 

Damit dies funktioniert, müssen die ökonomischen Rahmenbedinungen richtig festgelegt werden. Es sollte beispielsweise das Verbrennen aus Sicht des Konsumenten, der entsorgen will, immer teurer sein als die stoffliche Verwertung. Das heisst nicht, dass wir für hohe Entsorgungsgebühren in absoluter Hinsicht plädieren (d.h. ein 35-Liter Abfallsack soll immer mehr als 2 Franken kosten) - im Gegenteil, wir sind durchaus dafür, dass auch die Abfallgebühren sinken und ein Abfallsack weniger als 2 Franken kostet, aber relativ gesehen sollen die Verbrennungsgebühren immer deutlich höher liegen als die Grundgebühren für die Kostendeckung von Separatsammlungen für stofflich verwertbare Stoffe. Zweitens sollten die Kosten der Separatsammlungen durch die Erlöse aus dem Verkauf der gesammelten Sekundär-Rohstoffe weitestgehend gedeckt werden können.

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